Cabernet Franc aus dem Bourgueil – Terroir, alte Reben & Einzellagen
Das Château de Minière blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins 15. Jahrhundert reicht. Ursprünglich als landwirtschaftlicher Gutshof geführt, entwickelte sich das Anwesen über die Jahrhunderte hinweg zu einem Weingut, das jedoch erst mit der Übernahme 2010 seine heutige klare Ausrichtung erhielt.
Die rund 20 Hektar Rebfläche verteilen sich auf unterschiedliche Terroirs innerhalb von Bourgueil – von kiesgeprägten Böden entlang der Loire bis hin zu Lehm-, Sand- und kalkhaltigen Tuffsteinlagen auf den höher gelegenen Hügeln. Diese Vielfalt ermöglicht es, Cabernet Franc in sehr unterschiedlichen Stilistiken auszubauen.
Ein zentraler Baustein für die Qualität sind die alten Reben, von denen ein Großteil 50 Jahre und älter ist. Sie sorgen für geringe Erträge, aber eine bemerkenswerte Konzentration und Tiefe. Gleichzeitig arbeitet das Weingut gezielt mit seinen Einzellagen, um die Unterschiede der Böden präzise herauszuarbeiten. Besonders hervorzuheben sind dabei:
Les Évois – elegant, fein, mit kühler Frucht und großer Finesse
Les Bézards – kraftvoller, strukturierter, mit würziger Tiefe und Reifepotenzial
Typisch für die Weine von Château de Minière sind:
- eine klare, kühle Frucht
- feine Würze statt opulenter Extraktion
- lebendige Struktur mit ausgeprägtem Trinkfluss
- eine bemerkenswerte Balance zwischen Eleganz und Tiefe
Neben den Rotweinen entstehen auch Crémants nach klassischer Flaschengärung, die durch ihre feine Perlage, Frische und Präzision überzeugen.
Die Bewirtschaftung erfolgt biologisch und seit 2025 biodynamisch. Alle Trauben werden von Hand gelesen und am Sortiertisch streng selektiert, so dass nur bestes Traubengut in die Maische kommt. Im Keller verbindet sich diese Sorgfalt mit moderner Präzision und einem gezielten Holzeinsatz, um die Struktur der Weine noch feiner herauszuarbeiten.